Feu sacré

Pfingsten wird 50 Tage nach Ostern gefeiert, daher der griechische Name pentecoste, der fünfzigste Tag. Pfingsten ist neben Weihnachten und Ostern das dritte grosse Fest im Kirchenjahr. In der Apostelgeschichte wird das «Pfingstwunder» erzählt:

«Da entstand auf einmal vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daher fährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie sassen; und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich zerteilten, und auf jeden von ihnen liess eine sich nieder. Und sie wurden alle erfüllt von heiligem Geist.» (Apg 2,2-4a)

 

Zum Pfingstfest passt gut das geflügelte Wort vom

«feu sacré», dem Heiligen Feuer. Das innere Feuer kennen wir vielleicht auch. Wir sind Feuer und Flamme für etwas. Unser Herz brennt vor Leidenschaft und kein Weg ist zu weit, wachsen über uns hinaus, um dem Ausdruck zu geben, was unser Herz bewegt.

 

Nicht alles, wofür man begeistert sein kann, ist sinn-erfüllt und ist im eigentlichen «feu sacré», heiliges Feuer.

Pfingsten könnte da eine Einladung sein, in sich etwas tiefer nachzuforschen und zu unterscheiden:

Wo spüre ich das «innere Feuer»?

Worin finde ich Sinn und möchte dafür brennen?

 

Mit pfingstlichen Grüssen

Pfrn. Noa Zenger